Aktuelles & Presse

Login zum internen Bereich

Besucher online

Wir haben 225 Gäste online

Aktuelles

Das Oratorium „Elias“ am 27.10. in der Stadtkirche!

Eine wirkliche Mammut-Aufgabe hat sich die Evang.-luth. Kirchenge-meinde Sonneberg auf die Fahnen geschrieben: Eines der größten romantischen Oratorien, der „Elias“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy, wird am 27.10.2019 um 16.00 in der Stadtkirche aufgeführt. Die großen Aufführungen der geistlichen Musik für Chor und Orchester, das ist so ganz nach dem Geschmack von Martin Hütterott, Kantor und Kapellmeister, in Sonneberg seit 2004 tätig. Doch damit nicht genug: Während die meisten Kantoren-Kollegen ihre Arbeit hauptsächlich in der Choreinstudierung sehen und ein Orchester zum Konzert verpflichtet wird, probt Hütterott seit geraumer Zeit „beide Parteien“, Chor und Orchester, ein, was eine kluge Probendisposition erfordert. Eine Reihe von Sonneberger Erstaufführungen kann Hütterott schon vorweisen, so die f-moll-Messe von Bruckner, „Der Tod Jesu“ von Graun, die Markus-Passion von Keiser, das Requiem von Fauré, die Misa Tango und viele mehr, vor allem auch im orchestralen Bereich. Ohne diese profunde Erfahrung ist ein Unternehmen wie der Elias nicht machbar, stellt doch gerade der Orchesterpart eine sehr große Herausforderung an die Musiker dar.
So rückt die Aufführung immer näher, Chor und Orchester proben konzentriert. Die Partnerchöre aus Meiningen und Suhl haben „Ihre“ Aufführungen unter der Leitung der Kantoren Fuhrmann und Christ schon hinter sich und werden dann sicher freudig empfangen von den Sonnebergern, um in der Stadtkirche gemeinsam das abschießende dritte Konzert mit dem Elias zu bestreiten. 
Der Anlass zum 30. Jahrestag der Grenzöffnung bietet Gelegenheit, sich in Erinnerung zu rufen, wie die Menschen in der damaligen DDR förmlich „dürsteten“ nach Freiheit, wie das Volk im „Elias“ dürstete und um Regen betete. So beginnt das Oratorium: Die Ouverture zeichnet die 3-jährige Dürreperiode und die Verzweiflung der Israeliten nach. Das Ende der Ouverture mündet in den Schrei „Hilf, Herr”, die Bitte um Rettung, um Regen. Durchaus nachvollziehbar heutzutage nach den trockenen Sommern.
In der damaligen DDR lag die Führung bei glaubensfernen Menschen, der „Glaube an die Partei“ wurde stattdessen erwartet, die Kirche und die Christen hingegen misstrauisch beobachtet. Durch Friedensgebete im kirchlichen Bereich wurde der Wechsel („auf alles waren wir vorbereitet, nur nicht auf Kerzen und Gebete“) herbeigeführt, und die Christen glauben, dass Gott die Gebete erhört hat. Das ist Grund genug, das Konzert in der Stadtkirche zum Gedenken an den 30. Jahrestag der Grenzöffnung, dieses großen Augenblickes der Weltgeschichte, zu besuchen.
 
Noch sind einige Karten erhältlich: im Vorverkauf bei der Touristinfo im Bahnhof, bei der Adler-Apotheke und bei Naturzauber in der Köppelsdorfer Str. Zusätzlich können sorgsam edierte Texthefte des Carus-Verlages bei der Adlerapotheke und bei der Sonneberger Buchhandlung erworben werden. Das Textbuch gibt mit dem kompletten Text und hilfreichen Erläuterungen am Ende einen umfassenden Überblick über die Zusammenstellung der Textvorlage aus dem Alten Testament.
 
Erfahren Sie mehr über das Werk auf der nächsten Seite!